Forscher erwarten einen stärkeren Anstieg des Meeresspiegels als früher, sehen Risiken für die marine Fauna und rechnen mit mehr Hangrutschen im Gebirge


(Illustration: Anja Lemcke)

In dem neuen Sonderbericht des Uno-Klimarats schildern Wissenschafter die Veränderungen von Ozeanen, Gletschereis und Permafrostböden. Der Wandel kann ernste Folgen für Ernährungssicherheit und Küstenschutz haben.

Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

Wie manifestiert sich der von den Menschen hervorgerufene Klimawandel in den Meeren, den Gletschern und im Permafrost? Und welche Folgen hat dieser Wandel in der Zukunft; wie kann man sich daran anpassen? Diesen Fragen sind die wissenschaftlichen Autoren eines Sonderberichts im Auftrag des Uno-Klimarats nachgegangen. Der «Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate» wurde am heutigen Mittwoch in Monaco vorgestellt.

Dass sich die Meere erwärmen, dass die Gletscher weithin schmelzen und dass die Permafrostböden, deren Temperatur fast überall ansteigt, immer instabiler werden – diese Beobachtungen sind alle nicht prinzipiell neu, sie sind aber in dem Bericht, der für Entscheidungsträger in aller Welt gedacht ist, mit grosser Akribie aus Studien der letzten Jahre zusammengestellt worden. Neben den dokumentierten Folgen für Ökosysteme und den Menschen ergeben sie ein umfassendes Bild eines den Globus umspannenden Wandels. Schliesslich sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Ozeanen bedeckt. Auf weiteren 3 Prozent sind Gletscher und Eisschilde vorzufinden. 680 Millionen Menschen leben in niedrig gelegenen Küstenzonen, 670 Millionen in hohen Gebirgen. Doch nicht nur sie werden vom kommenden Wandel von Meeren und Gletschern betroffen sein.

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