Robert Sarah: „Ich spreche von diesem Gift, dem fließenden Atheismus, dessen Opfer wir alle sind. Er infiltriert alles, auch unser Sprechen als Priester.“


Robert Sarah, Bild: wikipedia.org/François-Régis Salefran/CC BY-SA 4.0

Kardinal Robert Sarah, der Präfekt der römischen Gottesdienstkongregation, ist der einzige Synodale der bevorstehenden Amazonassynode, der als bekannter Verteidiger der Glaubenslehre und der apostolischen Tradition international bekannt ist. Nach dem jüngsten Interview von Kardinal Raymond Burke, der nicht an der Synode teilnehmen kann, sagt auch Kardinal Sarah in einem Interview, „schockiert und empört“ zu sein, „daß die geistliche Not der Armen der Amazonas-Region zum Vorwand genommen wird, um typische Projekte eines bourgeoisen und verweltlichen Christentums zu vertreten“. Das Interview führte Edward Pentin für den National Catholic Register.

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Am 6. September ist das jüngste Buch von Kardinal Robert Sarah erschienen: „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ (Fe-Verlag).

„Dieses Buch ist der Schrei meines Herzens als Priester und Hirte.“

Im Mittelpunkt der heutigen Krise der Kirche und ihres Niedergangs im Westen stehe der „Rückgang des Glaubens an die Realpräsenz Jesu Christi in der heiligen Eucharistie“. Kardinal Sarah wird dabei deutlich und benennt die Verantwortlichen „für die Glaubenskrise, die Kirchenkrise, die Priesterkrise und die Entchristlichung des Westens“. Es handle sich dabei nicht um ein Naturphänomen, sondern um ein konkretes Versagen durch Bischöfe, Priester und Laien.

„Fließender Atheismus ist in die Kirche eingedrungen“

Heute gebe es einen „fließenden Atheismus, der sogar in die Kirche eingedrungen ist“, so der Kardinal, der wenige Tage vor Synodenbeginn gnadenlos die inneren Probleme der Kirche beim Namen nennt: Sie reichen von der „Egozentrik in der Liturgie“ über das Interpretationschaos bei Amoris laetitia bis zu den Versuchen, die Amazonassynode „zu manipulieren“.

Der „fließende Atheismus“ infiziere nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen in der Kirche:

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