Whistleblower-Beschwerde: „Explosiv“ und „sehr beunruhigend“


Bringt ihn die Ukraine-Affäre zu Fall? Donald Trump Bild: AP

Nach den Teil-Aufzeichnungen des Telefonats von Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj ist nun auch die Beschwerde des Whistleblowers freigegeben worden. Das Papier hat es offenbar in sich. Sogar ein Republikaner äußerte sich kritisch.

Frauke Steffens | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Niemand hat mich unter Druck gesetzt“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch bei einem gemeinsamen Auftritt mit Donald Trump. Der amerikanische Präsident, der die unverzichtbare Millionenhilfe für die Ukraine kontrolliert, konnte sich auf seinen Amtskollegen verlassen. „Sie wissen, dass es keinen Druck gab“, sagte Trump über den Vorwurf, dass er Selenskyj aufgefordert habe, gegen Hunter Biden zu ermitteln. Vor laufenden Kameras wiederholte er trotzdem den Vorwurf, dass die Geschäfte Bidens in der Ukraine „Korruption“ gewesen seien – und Selenskyj solle die Korruption in seinem Land bekämpfen.

Der Sohn des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers und damaligen Vizepräsidenten Joe Biden saß seit 2014 im Vorstand der ukrainischen Gasfirma Burisma. Gegen deren Chef gab es Korruptionsermittlungen, doch Biden hatte mit dem Fall nichts zu tun. Dennoch forderte Trump Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli auf, Ermittlungen gegen ihn anzustoßen. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus reagierten auf die entsprechende Beschwerde eines Whistleblowers, indem sie Vorermittlungen für ein Amtsenthebungsverfahren ankündigten.

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