Ein kleiner Stern mit einem riesigen Planeten sorgt für Stirnrunzeln


Grössenvergleich zwischen unserem Sonnensystem und dem System GJ 3512. (Bild: Guillem Anglada-Escude / IEEC, SpaceEngine.org)

Eigentlich dürfte es diesen Planeten gar nicht geben: 30 Lichtjahre von der Erde entfernt kreist ein Riesenplanet um einen kleinen Stern, der theoretisch nur kleinere Planeten beherbergen sollte. Das spricht für ein alternatives Modell der Planetenentstehung.

Neue Zürcher Zeitung

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Bern hat bei einem roten Zwergstern (GJ 3512) einen Planeten entdeckt, der viel massereicher ist, als es nach bisherigen Annahmen möglich scheint. Die Forscher sind dem Rätsel, wie dieser Riesenplanet entstanden sein könnte, auf den Grund gegangen. Von den Ergebnissen berichten sie nun im Fachblatt «Science».

GJ 3512 hat nur 12 Prozent der Masse der Sonne. «Es sollte um solche Sterne eigentlich nur erdgrosse Planeten oder höchstens etwas massereichere Super-Erden geben», so wird Christoph Mordasini in einer Pressemitteilung der Uni Bern zitiert. Der Planet, der den kleinen Stern umkreise, besitze aber mindestens die Hälfte der Masse Jupiters und sei somit mindestens eine Grössenordnung massereicher als erwartet.

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