Schwarzes Loch zerreißt Stern


Wenn ein Stern einem supermassereichen Schwarzen Loch zu nahe kommt, wird er von den enormen Gezeitenkräften zerrissen – was dabei passiert, haben Astronomen jetzt beobachtet. © Robin Dienel/Carnegie Institution for Science

Kosmische Katastrophe: Astronomen haben den Tod eines Sterns an einem supermassereichen Schwarzen Loch beobachtet – so detailliert wie nie zuvor. Dank des NASA-Weltraumteleskops TESS konnten sie das Zerreißen des Sterns erstmals schon in seinen Anfängen verfolgen. Dies enthüllte neue und teilweise überraschende Informationen über diese seltenen Ereignisse, wie die Forscher im Fachmagazin „The Astrophysical Journal“ berichten.

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Im Zentrum der meisten Galaxien liegen supermassereiche Schwarze Löcher – auch im Herzen unserer Milchstraße. Ihre enorme Schwerkraft prägt nicht nur das Verhalten der Galaxie, sie zieht auch immer wieder Gaswolken oder nahe Sterne in seinen Gravitationsstrudel. Kommt der Stern zu nahe, wird er durch die starken Gezeitenkräfte zerrissen – Astronomen sprechen von einem Tidal Disruption Event. Vom Ende des Sterns künden dann Strahlenausbrüche, leuchtende Gasklumpen am Ereignishorizont und Jets aus energiereichen Teilchen.

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Die Beobachtung des Sternentods am Schwarzen Loch.© NASA/GSFC