„Spag­hetti­monster-Kirche“ zieht vors BVerfG


Die „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ kämpft um die Anerkennung als Weltanschauungsgemeinschaft. Bisher sei sie zu Unrecht nur auf Religionssatire reduziert worden. Nun soll sich das BVerfG mit den „Pastafaris“ befassen.

Legal Tribune Online

Der Gründer des in Templin (Uckermark) ansässigen Vereins „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“, Rüdiger Weida, hat Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eingelegt. „Es geht uns um die Anerkennung als Weltanschauungsgemeinschaft“, begründete Weida den Schritt am Donnerstag. Das Gericht bestätigte den Eingang der Beschwerde. Wann sich das Gericht mit der Sache befassen wird, könne man noch nicht sagen, sagte ein Sprecher.  

In dem Verfahren geht es um die Kopfbedeckung der „Pastafaris“ genannten Anhänger. Weida möchte ein Foto mit einem Piratentuch auf dem Kopf als Lichtbild für seinen Personalausweis verwenden. Die Stadt Templin lehnte die Ausstellung des Ausweises mit dem Foto ab. Dagegen klagte Weida zunächst vor dem Verwaltungsgericht Potsdam (VG) – jedoch ohne Erfolg. Da auch eine Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin gegen die Entscheidung des VG erfolglos blieb, ziehe er nun nach Karlsruhe.

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