West-Nil-Virus: Mücke infiziert erstmals einen Menschen in Deutschland


Das Virus wird durch die gemeine Stechmücke (Culex pipiens) übertragen. (Bild: Alamy)

Das West-Nil-Virus ist seit 2018 bei Tieren in mehreren Bundesländern nachgewiesen worden. Dass Stechmücken den Erreger auch auf Menschen übertragen, galt als Frage der Zeit. Nun ist der erste Fall dokumentiert.

Neue Zürcher Zeitung

Der Name des Erregers klingt exotisch, aber wahrscheinlich muss man ihn sich merken: Erstmals ist eine durch Mücken in Deutschland übertragene West-Nil-Infektion beim Menschen nachgewiesen geworden. Mitte August erkrankte ein 70-Jähriger aus Sachsen an einer Gehirnentzündung, das Virus wurde nachgewiesen. Das teilten mehrere Institutionen, darunter das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, am Freitag mit. Hierzulande war der Erreger bis auf den Fall eines Tierarztes in Bayern, der sich bei der Untersuchung eines Vogels ansteckte, zuvor nur in seltenen Fällen bei Reiserückkehrern nachgewiesen worden.

Der Patient sei nach einer Behandlung in Leipzig inzwischen genesen, hiess es. Er stammt laut sächsischem Gesundheitsministerium aus dem Leipziger Umland. In der Region war der Erreger in den Monaten zuvor bei Vögeln und Pferden nachgewiesen worden, wie es vom RKI hiess. Der 70-Jährige war zuvor nicht ins Ausland gereist.

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