Junge Muslime lernen schiefes Bild vom Judentum


Constantin Schreiber untersucht Schulbücher aus muslimischen Ländern

Christine Brinck | DER TAGESSPIEGEL

Schulbücher sind stets ein Spiegel der Gesellschaft. Hier schlägt sich nieder, wie weit sie sich kritisch-aufklärend mit ihrer Kultur und Geschichte auseinandersetzt. Doch was tut sich in den Schulbüchern undemokratischer Staaten? Die Frage quält umso mehr, als immer mehr Kinder und Jugendliche aus autoritären Systemen zu uns kommen und das Gepäck der Indoktrination mitbringen.

Längst sorgen deutsch-polnische oder deutsch-französische Schulbuchkommissionen dafür, dass keine chauvinistischen Narrative gepflegt werden. So lernt kein deutsches Kind, dass die Polen 1939 Deutschland überfallen hätten. In türkischen Schulbüchern hingegen lernen die Kinder, dass 1915 die Türken Opfer der Armenier gewesen wären. Der Völkermord an den Armeniern findet im Schulbuch nicht statt.

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