Warum Jesus wohl kein Zimmermann war


Von Übersetzungsfehlern bis zu regelrechten Irrtümern: Dieser Band beleuchtet Fake News in der Bibel.

Die Bibel gilt eher nicht als Quell des naturwissenschaftlichen oder historischen Erkenntnisgewinns. Ebenso kämen wohl nur wenige Menschen auf die Idee, theologische Literatur mit Humor in Verbindung zu bringen.

Christian Hellmann | Spektrum.de

Umso erfrischender ist dieses Buch von Simone Paganini, Professor für Biblische Theologie an der RWTH Aachen. Es vermittelt Erkenntnisse aus der Bibelforschung und verarbeitet dabei den alten Streit zwischen Naturwissenschaftlern, Historikern und Theologen auf scherzhafte Weise.

Als Aufhänger hat Paganini den aktuellen Begriff der Fake News verwendet. Falschnachrichten gibt es für ihn in zweierlei Hinsicht: zum einen solche über die Bibel, zum anderen solche aus der Bibel heraus. Denn sie behauptet unter anderem, dass die Fledermaus ein Vogel und der Hase ein Wiederkäuer sei – beides nachweislich nicht richtig. Was zunächst nur belegt, dass zur Entstehungszeit der Bibel der naturwissenschaftliche Kenntnisstand längst nicht so weit fortgeschritten war wie heute.

Widersprüchliche Schöpfungsmythen

Eines der bekanntesten Beispiele hierzu ist der Urknall, also die mutmaßliche Entstehung des Universums aus dem Nichts. In der Bibel gibt es nichts dergleichen, obwohl sie gleich mehrere Schöpfungsmythen verarbeitet, die sich teilweise widersprechen. Diese Erzählungen haben jedoch nicht das Ziel, die Entstehung des Kosmos wissenschaftlich fundiert zu rekonstruieren, wie der Autor betont.

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