Richard Dawkins über die „Kleinkariertheit jener drei zänkischen abrahamitischen Kulte“


Seinem Ruf als Provokateur macht Richard Dawkins gleich im ersten Absatz alle Ehre, wenn er die „Kleinkariertheit jener drei zänkischen abrahamitischen Kulte“ frontal angreift, die „aufgrund historischer Zufälle heute noch die Welt quälen“.

Jürgen Nakott | wissenschaft.de

Gemeint sind die drei monotheistischen Weltreligionen – Christentum, Islam, Judentum –, die sich alle auf Abraham berufen. In 41 Essays, Reden und Briefen liest der britische Evolutionsbiologe seinen Lesern und Zuhörern gehörig die Leviten.

In Zeiten, in denen Demagogen Fake News verbreiten, in denen Kultusminister die Evolution aus dem Unterricht verbannen wollen und Politiker reaktionärer Parteien den Klimawandel und seine Folgen leugnen, bricht Dawkins eine Lanze für das vernünftige Denken. Dabei wählt er klare Worte und setzt polemisch-ironische Spitzen, etwa im Kapitel „Denkverbote, dummes Zeug und Durcheinander“, in dem mehrere seiner Aufsätze und Vorträge sich mit der Unvereinbarkeit von Wissenschaft und Religion beschäftigen.

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