Treibhausgas am Tiefseegraben


Eine seismische Durchleuchtung des Meeresgrunds vor Japan enthüllt eine Zone gebremster Geschwindigkeit (blau) – ein verborgenes Gasvorkommen in einer tektonischen Riftzone. © Takeshi Tsuji/ Kyushu University

Überraschender Fund: Entlang einer Riftzone vor Japan haben Forscher erstmals ein großes Gasreservoir entdeckt – das erste an einer solchen Nahtstelle der Erdkruste. Das mehrere Kilometer große Reservoir könnte Methan oder Kohlendioxid enthalten – beides starke Treibhausgase. Sollten sie aus diesem und weiteren solcher Vorkommen unkontrolliert entweichen, könnten sie das Klima weiter anheizen, sagen die Forscher.

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Methanvorkommen im Meeresgrund sind nichts Ungewöhnliches – im Gegenteil: Vor allem im Sediment der Schelfabhänge, aber auch im Boden der Tiefsee ist vielerorts Methangas gespeichert, das in Methanquellen oder Schlammvulkanen austritt. Sogar am Grund der Nordsee vor Helgoland entstanden vor einigen Jahren durch solche Ausgasungen rund 300.000 frische Krater. Gängiger Annahme nach stammen diese Methaneinschlüsse im Sediment vor allem aus der Tätigkeit von Mikroben.

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