Welche Stimme hat die Kirche in einer pluralen Gesellschaft?


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In der frühen Bundesrepublik war die Kirche eine politische Macht, Wahlhirtenbriefe wurden gefürchtet. Doch mittlerweile dringen die Bischöfe mit ihren Themen in der Gesellschaft kaum noch durch. Sie sind heute nur eine Stimme von vielen.

Christoph Arens | katholisch.de

Sterbehilfe, Präimplantationsdiagnostik, vorgeburtliche Diagnostik, die Debatte um die Ehe für alle oder um Leihmutterschaft: Ethische Fragen spielen in der deutschen Politik eine bedeutende Rolle. Eigentlich ein Heimspiel für die Kirchen, die sich als Experten für Ethik verstehen. Doch immer häufiger sprechen protestantische und katholische Kirchenleitungen nicht mit einer Stimme. Und auch innerhalb der Kirchen selber sind Christen in Grundfragen lange nicht mehr einer Meinung.

„Das tut manchmal richtig weh“, bekennt Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), bei einer Tagung des ZdK und der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen (vrk) unter der Überschrift „Anstrengende Vielfalt“ in Siegburg. Sinkt damit der Einfluss der Christen in der Gesellschaft? Oder bietet die Pluralität sogar neue Chancen?

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