Deutlich mehr Arten von Wildtieren werden gehandelt als bisher vermutet


Das Schuppentier ist besonders gefährdet, das es als Delikatesse gilt und seine Schuppen als Heilmittel. (Bild: Imago)

Der Mensch nutzt eine ganze Reihe wilder Tiere, sei es als exotische Haustiere, zur Ernährung oder in der traditionellen Medizin. Das kann Arten an den Rand der Ausrottung treiben. Nun haben Forscher untersucht, wie viele Arten von Landtieren zurzeit im Handel sind – und welchen das noch blühen könnte.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Alle fünf Minuten werde ein Schuppentier aus der Natur entnommen, heisst es bei der Spezialistengruppe der Weltnaturschutzunion IUCN für diese Tiere. Seit dem Jahr 2000 sind demnach etwa eine Million der bizarren, auch Tannenzapfentiere genannten Wesen gefangen worden. Sie enden als Delikatesse oder medizinischer «Wirkstoff»: Schuppentiere gelten zurzeit als die am stärksten gehandelten Wildtiere der Welt. Mittlerweile sind alle acht Schuppentier-Arten bedroht, zwei davon kritisch.

Seit drei Jahren ist der kommerzielle Handel mit den Tieren zwar verboten, allein in diesem Zeitraum dürfte laut den Spezialisten der IUCN aber trotzdem das Äquivalent von etwa 500 000 Individuen dieser Species verkauft worden sein: Der illegale Handel mit wilden Tieren und Pflanzen ist ein Milliardengeschäft.

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