Kuba setzt Guppys zur Moskitobekämpfung ein


Guppys sind eine Zierde – und sie mögen Mückenlarven. (Bild: PD)

Gelbfiebermücken können Gelbfieber, Dengue-Fieber und das Zika-Virus übertragen. Bei der Eindämmung der gefährlichen Mückenpopolationen setzt Kuba auf ein ungewöhnliches Mittel.

Neue Zürcher Zeitung

In Kuba sollen Guppys bei der Bekämpfung von Mücken helfen, die gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber übertragen. Das Zentrum für Hygiene und Epidemiologie der Provinz Cienfuegos im Zentrum der Karibikinsel habe bereits zahlreiche dieser Fische ausgesetzt, berichtete die Parteizeitung «Granma».

Nach Angaben des stellvertretenden Leiters des Zentrums, Edelis Molina Moreira, kann ein einzelner Fisch pro Tag zwischen 60 und 150 Mückenlarven vertilgen. Die Larven leben in stehenden Gewässern, häufig in Regentonnen und Zisternen. Wenn in jedem dieser Behälter zwei Guppys ausgesetzt würden, sei das bereits ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Moskitos, sagte Molina. Nach dem Wirbelsturm «Katrina» sei die Methode bereits in New Orleans erfolgreich erprobt worden.

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