Theologe Halik kritisiert Karel-Gott-Begräbnis im Veitsdom


Für den am Dienstag verstorbenen Sänger Karel Gott will die tschechische Regierung ein nationales Begräbnis im Prager Veitsdom. Der Theologe und Priester Tomas Halik kritisiert diesen Vorschlag massiv – und nennt seine Gründe.

katholisch.de

Als „wahnsinnige und geschmacklose“ Idee wertet der Religionsphilosoph und Priester Tomas Halik den Vorschlag der tschechischen Regierung für ein nationales Begräbnis des Schlagersängers Karel Gott im Prager Veitsdom. Die künstlerische Begabung des Verstorbenen zu würdigen sei eine Sache, schrieb der Templeton-Preisträger laut Radio Prag (Donnerstag) an das Prager Erzbistum und weitere kirchliche Institutionen. Hier handele es sich aber um einen neuerlichen Versuch, Symbole von Religion und Kirche in die Politik des von Staatspräsident Milos Zeman und Ministerpräsident Andrej Babis gepflegten Populismus zu vereinnahmen.

„Moralischer Kitsch“

Halik sprach von „moralischem Kitsch“, der versuche, die Stars der Unterhaltungsindustrie aus der Zeit der sogenannten Normalisierung nach dem Prager Frühling von 1968 zu mythisieren.

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