Schulstreiks: „Regierung im Tiefschlaf“


Klimademonstration in Genf, am 27. September 2019. Bild: MHM55/ CC BY-SA 4.0

Die Streiks gehen weiter, ebenso „Aktionen des zivilen Ungehorsams“. Klimapaket der Regierung wird als „Schlag ins Gesicht“ bzeichnet

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Auch Anfang Oktober gehen die Streiks der Schüler weiter, wenn auch nach der globalen Aktionswoche eher auf Sparflamme. Hierzulande gab es Demonstrationen in 28 Städten, wie eine Aufstellung der Berliner Koordination zeigt. Weltweit waren in 1.435 Städten in 137 Ländern Aktionen angemeldet.

Unabhängig von den Protesten der Schüler gab es im Hamburger Hafen eine Blockadeaktion zu Wasser, mit der die Kohlebelieferung des Kohlekraftwerks Moorburg behindert werden sollte. Außerdem wurde per Sitzblockade zeitweise eine Hubbrücke lahmgelegt. Daneben gab es auch noch eine Fahrraddemonstration.

Die Initiative DeCoalonize will mit ihren „Aktionen zivilen Ungehorsams“ die Infrastruktur der Steinkohlekraftwerke zeitweise lahmlegen und Druck für einen schnellen Ausstieg aus der Kohle machen. Außerdem solidarisiere man sich mit dem Widerstand der Anwohner der Braunkohletagebaue. Einige von ihnen hatten diese Woche erklärt, dass man keine Zerstörung der Dörfer mehr hinnehmen werde. Die verbliebenen Bewohner in den noch bedrohten Dörfern seien unter keinen Umständen und zu keinem Preis bereit, ihre Häuser herzugeben.

Die Schüler rufen derweil den nächsten internationalen Aktionstag aus. Da man weder auf der nationalen wie internationalen Ebene Fortschritte im Klimaschutz erkennen kann, heißt es bei Fridays-For-Future-Deutschland, rufe man zu Streiks und Aktionen am 29.11. auf. Drei Tage später beginnt in Chiles Hauptstadt Santiago die diesjährige UN-Klimakonferenz, auf der sich die Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention und der Pariser Übereinkunft treffen.

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