Unsichere Zukunft für Kinder von IS-Anhängerinnen


Eine Mutter mit ihrem Kind im Camp al-Hol. (Symbolfoto) Foto: APA/AFP/BULENT KILIC

Die ersten Kinder einer IS-Anhängerin aus Österreich sind in Wien angekommen. Weitere Kinder könnten bald folgen. Was wird mit ihnen passieren?

Vanessa Gaigg | DERSTANDARD

Nach langem Hin und Her war es so weit: Die zwei Kinder der mutmaßlich toten IS-Anhängerin Sabina S. wurden aus dem syrisch-kurdischen Lager al-Hol in Syrien geholt und in Wien ihren Großeltern übergeben. Die Familie ist erleichtert: Sie sind endlich in Sicherheit. Was erwartet nun die Kinder – und die Gesellschaft, in die sie kommen?

Landen Kinder von toten oder auch noch lebenden IS-Anhängerinnen in dem Heimatland ihrer Mütter, warten Herausforderungen, die für die Behörden Neuland bedeuten. Im Fall der beiden Waisenkinder wurde durch ein Gericht bereits vorab den Großeltern das Sorgerecht übertragen. Das Wiener Jugendamt war in diese Entscheidung nicht eingebunden, sagt Sprecherin Andrea Friemel zum STANDARD. Komme das Gericht aber ohne zusätzliche Einschätzung durch die Kinder- und Jugendhilfe aus, sei das auch korrekt so.

Gibt es in solchen Fällen Verwandte, allen voran Großeltern, die sich der Kinder annehmen wollen, haben sie gute Chancen, das auch tun zu können: Familienangehörige werden, sofern sie als geeignet erachtet werden, bevorzugt. Nur wenn das nicht möglich ist, springt der Staat ein.

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