Geringe Erfolgsaussichten für Flüchtlinge im Kirchenasyl


Die Aussichten für Flüchtlinge, nach einer Aufnahme ins Kirchenasyl dauerhaft in Deutschland bleiben zu dürfen, sind deutlich gesunken. In weniger als zwei Prozent der in diesem Jahr vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geprüften Fälle verzichtete die Behörde aus humanitären Gründen auf eine Abschiebung, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet.

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In den Jahren 2015/2016 habe die Erfolgsquote laut Arbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ noch bei rund 80 Prozent gelegen.

Beim Kirchenasyl werden Flüchtlinge ohne legalen Aufenthaltsstatus von Kirchengemeinden zeitlich befristet beherbergt. Ziel ist es, in Härtefällen eine unmittelbar drohende Abschiebung in eine gefährliche oder sozial unzumutbare Situation zu verhindern und eine erneute Prüfung des Falles zu erreichen. Derzeit bestehen nach Angaben des ökumenischen Netzwerks „Asyl in der Kirche“ 431 Kirchenasyle bundesweit, 410 sind sogenannte Dublin-Fälle.

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