„Religionsunterricht ist weder Ethik noch Lebenshilfe“


Rund 180 Schulleiter sind der Einladung der Schulabteilung im Erzbischöflichen Generalvikartiat zum Festvortrag gefolgt © Beatrice Tomasetti (DR)

Wie sollte Religionsunterricht sein – und wie nicht? Was macht ihn unverzichtbar, und worin liegt seine Chance? Dazu hat der FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube immer wieder publiziert. Nun sprach er über seine Thesen anlässlich der Pädagogischen Woche in Köln.

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Es wäre falsch, wenn sich Schüler im Religionsunterricht wohl fühlten. Wenn Lehrer es ihnen in dieser oft als „Laberfach“ apostrophierten Disziplin zu leicht machten und wenn man in der Reli-Klausur nicht auch durchfallen könnte. Jürgen Kaube legt den Finger in die Wunde. Denn als besorgter Vater von drei Kindern, die ihn mit allerlei Abstrusem beim Thema Religionsunterricht konfrontieren, referiert er als Nicht-Experte, wie er noch vor Beginn seines Vortrags freimütig gesteht. Dabei spricht er vor einem Publikum, das aus einer anderen Perspektive tagtäglich ganz nah dran ist am Thema „Religionskunde“ und das sich in der nun folgenden halben Stunde durchaus kritische Anmerkungen gefallen lassen muss. Denn der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der für polarisierende Feuilleton-Beiträge bekannt ist, hat sich im Laufe der Jahre eine eigene Meinung dazu gebildet, wie die Vermittlung des Nicht-Sichtbaren – der transzendenten Wirklichkeit – sinnvollerweise aussehen könnte oder gar müsste.

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