Journalisten müssen in Flüchtlingszentren recherchieren können


Das Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg © James Russell @ flickr.com (CC 2.0)

Es verstößt gegen die Pressefreiheit, wenn Journalisten der Zugang zu Flüchtlingsaufnahmezentren verwehrt wird. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zu einem Fall in Ungrarn entschieden. Es bestehe in öffentliches Interesse an Berichten über Missstände.

MiGAZIN

Journalisten darf der Zutritt zu einem Flüchtlingsaufnahmezentrum nicht unter dem Vorwand verwehrt werden, den Bewohnern drohten Persönlichkeitsrechtsverletzungen. Es verstoße gegen die Pressefreiheit, wenn Journalisten Flüchtlinge nicht mit deren Einverständnis interviewen und sie fotografieren dürften, um so mögliche Missstände aufdecken zu können, urteilte am Dienstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu einem Fall in Ungarn. Den Medien müsse mit Blick auf ihre Wächterrolle in der Gesellschaft auch die Möglichkeit zur Recherche gegeben werden, so die Straßburger Richter. (AZ: 15428/16)

Damit bekam ein Journalist des ungarischen Internet-Nachrichtenportals http://www.abcugh.hu recht. Dieser wollte im September 2015 über die Zustände in dem Flüchtlingsaufnahmezentrum im ungarischen Debrecen berichten. Laut Flüchtlingshilfe-Organisation „Pro Asyl“ haben Asylbewerber menschenunwürdige Bedingungen in dem Zentrum beklagt, in dem ganze Familien inhaftiert würden.

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