Kirchenhistoriker Wolf: Pius XII. schwieg auch nach 1945 zu Holocaust


Bild: © KNA

Pius XII. habe während der NS-Zeit zum Holocaust konsequent geschwiegen, lautet der Hauptvorwurf gegen den Weltkriegspapst. Doch Kirchenhistoriker Hubert Wolf sieht „eine noch viel schlimmere Frage“: Warum schwieg er auch von 1945 bis 1958?

katholisch.de

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf erhofft sich von der weiteren Öffnung der Vatikan-Archive neue Erkenntnisse über die Frage, warum Papst Pius XII. (1939-1958) zur Judenvernichtung geschwiegen hat. „Die Frage der Vernichtung der Juden wird das ganz große Thema zu Beginn der Archivöffnung sein“, sagte er am Mittwoch in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“.

Dabei müsse man nicht nur der Frage nachgehen, warum der Papst bis 1945 dazu geschwiegen habe, sagte der katholische Priester. „Es gibt aber eine noch viel schlimmere Frage: Warum hat er von 1945 bis 1958 geschwiegen, als es vollkommen gefahrlos gewesen wäre, sich zu äußern? Warum hat er keinen einzigen Satz dazu gesagt? Warum hat er sich gegen die Gründung des Staates Israel 1948 in drei Enzykliken ausgesprochen?“

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