Religionspolitik: Von guten Geistern verlassen


In multireligiösen Staaten, in denen wir leben, sind neue Konfliktfelder entstanden, die die Trennung von Kirche und Staat gefährden, meint Sophie Pornschlegel. (picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa)

Rechtspopulisten in ganz Europa instrumentalisieren Religion für ihre Zwecke. Demokratisch gesinnte Kräfte müssen gegen die politische Vereinnahmung der Religion aktiv werden, fordert Politikwissenschaftlerin Sophie Pornschlegel.

Sophie Pornschlegel | Deutschlandfunk Kultur

In den modernen Staaten Europas galt lange Zeit die Säkularisierungsvermutung: Religion würde nach und nach an Bedeutung verlieren im öffentlichen Raum, und somit auch die Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften. Das hat dazu geführt, dass Politik sich immer weniger mit Religion beschäftigt hat – man ging von einem „Rückzug des Religiösen ins Private“ aus. Aus diesem Grund wurde das Thema lange Zeit politisch vernachlässigt.

Doch diese These hat sich als falsch erwiesen: Es gibt keine automatische Entwicklung der Säkularisierung. Die Gefahr des religiösen Fundamentalismus in Europa ist aufgrund der Säkularisierung nicht verschwunden – man denke an die Terrorattacken in Frankreich, aber auch an den Nordirland-Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten, der mit dem Brexit wieder zu eskalieren droht.

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