Türkische Offensive in Nordsyrien: „Das könnte ein Flächenbrand werden“


Die türkische Offensive droht zu einem „Flächenbrand“ zu werden, sagt ARD-Korrespondent Daniel Hechler. Der Tod zahlreicher Zivilisten werde befürchtet. Und weil die Kurden ihre Kräfte an der Grenze bündeln, droht vom IS neue Gefahr.

Daniel Hechler | tagesschau.de

Der türkische Militäreinsatz habe am Nachmittag mit Luftschlägen auf die Grenzstadt Ras al-Ain begonnen, berichtet ARD-Korrespondent Daniel Hechler, der vor Ort im syrischen Grenzgebiet ist. 35.000 Menschen lebten in der Stadt, am Morgen hätten dort noch Hunderte gegen die geplante Offensive demonstriert. „Jetzt fliehen Tausende aus der Stadt, wie wir hören.“ Die Luftangriffe sollen sich aber auch über das gesamte Grenzgebiet erstrecken – auf etwa 100 Kilometern. „Also offenbar durchaus ein größer angelegtes Bombardement.“

Die kurdische Selbstverwaltung habe ihre Bevölkerung schon am Morgen dazu aufgerufen, zu den Waffen zu greifen, zur Grenze zu gehen und die Heimat zu verteidigen. Die von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) warnten vor einer humanitären Katastrophe, so Hechler: „Das Grenzgebiet sei doch sehr dicht besiedelt, und sie befürchten nun den Tod Tausender Zivilisten.“

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