„Trump hat die Kurden verraten“


Demonstranten protestieren vor dem Weißen Haus gegen den US-Truppenabzug in Nordsyrien.Foto: Andrew CABALLERO-REYNOLDS

In den USA gibt es scharfe Kritik an dem Truppenabzug aus Nordsyrien – besonders aus einer für Präsident Donald Trump gefährlichen Ecke.

Juliane Schäuble | DER TAGESSPIEGEL

Auf Twitter in den USA sind gerade zwei Hashtags besonders beliebt: #TrumpGenocide und #TrumpBetrayedTheKurds. Die Empörung über den von vielen als Verrat an den verbündeten Kurden empfundenen Truppenabzug der USA in Nordsyrien ist enorm – selbst bei Unterstützern von US-Präsident Donald Trump. Mit dem Sonntagnacht verkündeten Schritt hatte Trump den Weg für einen türkischen Angriff auf von Kurden kontrollierte Gebiete in der Grenzregion frei gemacht.

Scharfe Kritik daran kam etwa von dem eigentlich als trumployal geltenden Senator Lindsey Graham. „Dies ist die Mentalität vor dem 11. September, die den Weg für den 11. September ebnete: Was in Afghanistan passiert, geht uns nichts an. Wenn er damit weitermacht, ist dies der größte Fehler seiner Präsidentschaft“, sagte er dem US-Sender „Fox News“. In dem von Trumps Republikanern dominierten Senat gab es aber auch in der Vergangenheit schon mehrfach Unmut über die außenpolitischen Alleingänge des Präsidenten.

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