Nato-Mitgliedstaat beschießt Nato-Mitgliedstaat


Türkische Soldaten an der Grenze zur syrischen Stadt Tall Abyad: Von dort wurde die Offensive gestartet
Quelle: dpa/Anas Alkharboutli

Amerikanische Truppen unter Beschuss durch die Türkei, abermals ein Ministerrücktritt – und harte Vorwürfe einer Ex-Botschafterin: Für US-Präsident Donald Trump endet die Woche so chaotisch wie sie begonnen hatte.

Daniel Friedrich Sturm | WELT

Für Donald Trump ist es die brutalstmögliche Wendung, nachdem er in der Nacht auf Montag die Verlagerung amerikanischer Soldaten aus Nordsyrien heraus angeordnet hat. Amerikanische Truppen gerieten am Freitagabend nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums im syrischen Grenzgebiet zur Türkei unter Beschuss durch türkische Artillerie. Sprich: Der Nato-Mitgliedstaat Türkei griff den Nato-Mitgliedstaat USA an.

„Wenige hundert Meter“ entfernt sei es zu einer Explosion gekommen, teilte das Pentagon mit. Demnach wurden zwar keine US-Soldaten verletzt. Der Vorfall nahe des Grenzorts Kobane aber habe sich in einer Gegend ereignet, „von der die Türken wissen, dass dort US-Streitkräfte präsent sind“.

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