Für ein paar Sojabohnen und Schweinehälften


Amerikas Präsident Trump schüttelt dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Rande des G-20-Gipfels in Osaka im Juni 2019 die Hand. Bild: dpa

Trump verkündet ein „gehaltvolles“ Teilabkommen im Handelsstreit mit China, das nun wieder mehr Agrargüter aus Amerika importieren will. Was die Chinesen im Gegenzug erhalten, ist unklar. Verliert der amerikanische Präsident das Interesse?

Winand von Petersdorff | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Amerikas Präsident Donald Trump hat der Weltwirtschaft eine Atempause gewährt, indem er ein partielles Handelsabkommens mit China verkündet hat. Weil man Trump nicht trauen kann, ist nicht klar, wie substantiell das von ihm sogenannte Phase-1-Abkommen tatsächlich ist. Der Präsident nennt es seiner Natur entsprechend „gehaltvoll“.

Das einzige Konkrete allerdings ist offenbar das Versprechen, dass China amerikanischen Farmern Agrarprodukte im Wert von bis 50 Milliarden Dollar abnehmen will. Ob das allerdings Ausdruck einer neuen Qualität der Handelsbeziehungen ist, darf bezweifelt werden. China war ohnehin lange Jahre wichtigster Importeur von Agrargütern aus Amerika, hatte seine Einfuhren zuletzt allerdings deutlich heruntergefahren, um Trumps Importzölle zu kontern. Nun sollen sie wieder hochgehen. Wie belastbar Trumps Zahlen sind, weiß man ja auch nie so genau.

weiterlesen