Immer wieder Angriffe auf Mahnmale für NSU-Opfer


In Rostock wird 2014 das Mahnmal für den vom NSU ermordeten Mehmet Turgut enthüllt. Bild: dpa

Seit dem Auffliegen der Terrorzelle NSU 2011 haben mehrere Städte Orte errichtet, um der Mordopfer zu gedenken. Viele dieser Mahnmale wurden bereits gezielt beschädigt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Gedenkorte für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) werden immer wieder beschädigt. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ wurden in den vergangenen Jahren in fünf der acht Städte mit solchen Mahnmalen Angriffe registriert – zum Teil mehrfach. Täter seien bisher nicht ermittelt worden.

Erst Anfang Oktober war im sächsischen Zwickau eine Eiche abgesägt worden, die Enver Simsek erinnern sollte. Wenige Tage später wurde eine Holzbank mit Inschrift zerstört. Die Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die jahrelang unerkannt in Zwickau im Untergrund gelebt hatten, hatten den Blumenhändler im Jahr 2000 in Nürnberg erschossen. Der Mord an dem Familienvater war der Auftakt der Mordserie mit zehn Toten.

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