Sächsischer Landesbischof verschwieg rechtsextreme Texte


Rentzing schrieb eine Reihe von Aufsätzen für die extrem rechte Zeitschrift „Fragmente“. Darin drückt er seine Verachtung für die liberale Demokratie aus. Bild: tagesschau.de

In der evangelischen Kirche war der sächsische Landesbischof Rentzing schon lange umstritten. Nach Kritik an Verbindungen zur Neuen Rechten tritt er nun zurück – die wahren Gründe ließ er im Dunkeln.

Arnd Henze | tagesschau.de

Nach Informationen des WDR tauchten Anfang der Woche zahlreiche Texte auf, die den sächsischen Landesbischof Carsten Rentzing zwischen 1989 und 1992 als Redakteur der extrem rechten Zeitschrift „Fragmente – das konservative Kulturmagazin“ verfasst hat und die in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/Main archiviert sind.

Antidemokratisches Staatsverständnis

In einer Reihe von Aufsätzen drückt er seine Verachtung für die liberale Demokratie aus und vertritt ein autoritär-elitäres und völkisches Staatsverständnis. So schreibt Rentzing, der damals Theologie und Philosophie studierte: „Dass ein Staat, (…) in dem Feigheit vor Tapferkeit, Selbstverwirklichung vor Freiheit, Leben vor Ehre gilt, dem Untergang geweiht ist, dürfte kaum bezweifelt werden.“

Die demokratische Staatsverfassung lege „auf die Freisetzung großer Persönlichkeiten keinen großen Wert. An die Stelle der einsamen Entscheidungen großer Männer setzt man vielfältige Beratungen und Mehrheitsentscheidungen, die letztlich die Nivellierung der Geister fördert“. Das demokratische System vermenge „die jeweils klassischen Entartungsformen“.

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