Italien entzieht der Populisten-Akademie in Trisulti die Pacht: Steve Bannons Festung vor dem Fall


Das ehemalige Kloster Trisulti © SerFeo (shutterstock)

Von einem mittelalterlichen Kloster aus sollte die Eroberung des Abendlandes durch Europas junge Rechte starten. Jetzt will Kulturminister Franceschini die Kreuzritter vor die Tür setzen.

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Trisulti, die hehre Abtei in den Steineichenwäldern von Collepardo im Süden Latiums: Hoch über einer karstigen Schlucht gelegen, sollte die einstige Kartause eine Kaderschmiede für Europas neue Rechte werden. Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, plante, von hier einen Kreuzzug zur Rückeroberung des christlichen Abendlands zu führen. Jetzt scheint die Bastion kampflos gefallen.

Italiens Kulturminister Dario Franceschini von der Mitte-Links-Partei Partito Democratico entzog dem Trägerverein „Dignitatis Humanae Institute“ (DHI) die Konzession für die Nutzung der mittelalterlichen und stark sanierungsbedürftigen Klosteranlage.

Anders als während der Bewerbung 2017 angegeben, verfüge das Institut nicht über die nötigen Voraussetzungen für den Betrieb eines staatlichen Kulturguts, hieß es. Ob das DHI getäuscht oder aber das Ministerium geschlampt hat, das zur Zeit der Vergabe ebenfalls unter der Leitung Franceschinis stand, steht dahin.

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