Syrische Armee kündigt Konfrontation mit der Türkei an


Ein von türkischer Seite unterstützter Kämpfer der Rebellenmiliz feuert in der syrischen Grenzstadt Tell Abiad seine Waffe ab. (13. Oktober) (Bild: Khalil Ashawi / Reuters)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zum Angriff auf die von Kurden kontrollierten Gebiete im Nordosten Syriens geblasen. International wird die Türkei stark kritisiert, effektiv einschreiten will bis anhin jedoch niemand.

Beat Bumbacher, Christian Weisflog | Neue Zürcher Zeitung

Die neuesten Entwicklungen

  • In Luxemburg diskutieren die Aussenminister der EU-Staaten am Montag über mögliche Reaktionen auf den türkischen Militäreinsatz. Schweden hat sich im Vorfeld der Gespräche offen für ein EU-weites Waffenembargo gegen die Türkei ausgesprochen und will bei einer Verschlechterung der Lage auch Wirtschaftssanktionen oder Sanktionen gegen Einzelpersonen vorschlagen. Auch die französische Regierung hat das Thema Sanktionen aufgeworfen. Dass es schnell eine EU-Entscheidung in Richtung Sanktionen geben wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Diplomaten in Brüssel verweisen darauf, dass die Türkei noch immer Nato-Partei sei und bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise als Partner gebraucht werde.

Frankreich kündigt Schritte zur Gewährleistung der Sicherheit der französischen Truppen und Zivilisten im Nordosten Syriens an. Nach einer Dringlichkeitssitzung des Verteidigungskabinetts sagte die französische Präsidentschaft am Montag, das «in den kommenden Stunden» Massnahmen ergriffen werden, um die französische Streitkräfte und Zivilpersonen zu schützen, die als Teil der internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) kämpfen oder humanitäre Hilfe vor Ort leisten. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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