Kritik an Bischof: GBS hinterfragt Kirchenfinanzierung


Nach der Kritik am evangelischen Landesbischof von Sachsen, Carsten Rentzing, hat die Giordano-Bruno-Stiftung ein Ende der staatlichen Zuschüsse für die Kirchen verlangt. Die bekannt gewordenen Texte von Rentzing seien ein Skandal, erklärte Maximilian Steinhaus, Sprecher der Leipziger Regionalgruppe der Stiftung, am Montag. Der andere Skandal sei, dass der Freistaat Sachsen das Bischofsgehalt mitfinanziere. Parteien sahen am Montag keinen Grund, die Debatte um den Bischof mit der staatlichen Kirchenfinanzierung zu verknüpfen.

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Steinhaus betonte hingegen: „Die Nicht-Christen in Sachsen sollten den Streit um Bischof Rentzing nicht als rein innerkirchliche Angelegenheit ignorieren – denn über die Staatsleistungen müssen wir auch solch reaktionär denkendes Kirchenpersonal mitfinanzieren.“ Weiter betonte er: „Bedenkt man, dass sich der Staat laut Verfassung eigentlich weltanschaulich neutral verhalten muss, erscheinen diese Zahlungen umso absurder.“ Die Giordano-Bruno-Stiftung versteht sich als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“.

Rentzing hatte nach anhaltender Kritik an seiner Person am Freitag überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Am Wochenende wurden neue Vorwürfe gegen ihn laut. Dabei ging es um Texte Rentzings in der rechten Zeitschrift „Fragmente“. Sie stammen aus den Jahren 1989 bis 1992, als er schon Theologie studierte. Die Landeskirche bezeichnete die Texte als unvertretbar und stufte sie als elitär, nationalistisch und demokratiefeindlich ein. Zuvor war Rentzing wegen seiner Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung in die Kritik geraten.

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