Umbau der Berliner Hedwigskathedrale erneut vor Gericht


Die Sanierung beschäftigt weiter die Justiz: Der Umbau der Berliner katholischen Sankt-Hedwigs-Kathedrale kommt erneut vor Gericht. Am Dienstag steht nun ein Urheberrechtsverfahren auf der Tagesordnung des Landgerichts Berlin.

DOMRADIO.DE

Dies gab der in Gründung befindliche Verein „Freunde der Hedwigskathedrale“ in einer Presseerklärung bekannt.

Geklagt haben Künstler, die um 1960 am Wiederaufbau der Kathedrale beteiligt waren, oder deren Rechtsnachfolger. Sie wollen damit erreichen, dass das Land Berlin seine im Februar 2018 erteilte denkmalrechtliche Genehmigung des Innenumbaus aufhebt. Zwei Klagen von ihnen hatte das Verwaltungsgericht Berlin im Januar mit der Begründung abgewiesen, die Kläger hätten im Bereich des öffentlichen Rechts kein Klagerecht. Für Urheberrechtsfragen sei das Zivilrecht zuständig.

Zankapfel zentrale Bodenöffnung

Die Kritiker wenden sich vor allem dagegen, dass die zentrale Bodenöffnung mit einer Treppe zur Unterkirche beseitigt wird. Der Architekt Hans Schwippert (1899-1973) hatte sie beim Wiederaufbau der ausgebombten Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg unter Mitarbeit von Künstlern aus Ost- und Westdeutschland angelegt.

weiterlesen