Christliche Jugendliche in Deutschland glauben immer weniger an Gott


Laut der neuen Shell-Jugendstudie sinkt die Zahl der christlichen Jugendlichen in Deutschland, die an Gott glauben und mindestens einmal pro Woche beten, deutlich. Unter muslimischen Jugendlichen zeigt sich ein gänzlich anderes Bild.

katholisch.de

Christliche Jugendliche in Deutschland glauben immer weniger an Gott. Das ist ein Ergebnis der 18. Shell-Jugendstudie, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Laut den Zahlen der Studie hat die Bedeutung des Glaubens an Gott unter katholischen Jugendlichen von 2002 bis 2019 von 51 auf 39 Prozent abgenommen, bei evangelischen Jugendlichen sank der Wert im selben Zeitraum von 38 auf 24 Prozent. Im Gegensatz dazu wächst der Gottglaube vor allem unter jungen Muslimen in Deutschland weiter an: Im Jahr 2019 stuften 73 Prozent der befragten Muslime den Glauben an Gott als wichtig ein, nur 18 Prozent bezeichneten ihn als unwichtig. Auch für Jugendliche anderer Religionen gilt laut den Ergebnissen der Studie, dass sie „glaubensfester“ sind als ihre evangelischen und katholischen Altersgenossen.

Die Forscher erklären sich die stärkere Religiosität bei Jugendlichen, die nicht evangelisch oder katholisch sind, unter anderem mit der religiösen Prägung durch das Elternhaus.

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