Frankreich visiert Neubau von sechs EPR 2-Reaktoren an


Archivbild vom Bau des EPR-Reaktors in Flamanville (2010). Bild: schoella – panoramio/ CC BY 3.0

Die Elektrizitätsgesellschaft EDF wird dazu aufgefordert, eine verlässliche Expertise anzufertigen. Alternativpläne zur Erneuerung der Atomkraft sind nachrangig

Thomas Pany | TELEPOLIS

In Paris gibt es offensichtlich Pläne, sechs EPR 2-Reaktoren in den nächsten 15 Jahren zu bauen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, da doch bisher nur ein AKW mit den Druckwasser-Reaktoren bislang am Netz ist und das nicht einmal in Frankreich, sondern in China, in Taishan, wo der erste EPR-Block im Dezember 2018 seine kommerzielle Arbeit aufnahm und der zweite vor kurzem, Anfang September dieses Jahres.

Auch da hatte sich der Bau lange verzögert, ebenso im finnischen Olkiluoto, wo die EPR-Reaktoren noch nicht arbeiten. Auch in Frankreich wartet man noch darauf, dass die Druckwasser-Reaktoren der neuen Generation in Flamanville endlich ans Netz gehen. Derzeit geht man davon aus, dass dies frühestens 2023 passiert.

Eigentlich sollte der EPR schon seit 2012 Strom liefern, aber Neuigkeiten gab es nur zu weiteren Problemen. Diese sind dergestalt, dass die Inbetriebnahme überhaupt fraglich wird (Atomkraft: Immer Ärger mit dem EPR). Aktuell wird gemeldet, dass sich die Gesamtkosten aufgrund der ständigen Reparaturen auf mindestens 12,4 Milliarden Euro erhöhen. Ursprünglich sollte er 3,5 Milliarden Euro kosten.

Dies – und die kürzlich von der EDF bekannt gegebenen Zusatzkosten von 3,3 Milliarden Euro für die zwei EPR-Reaktoren im britischen Hinkley Point C – sind Hintergründe, die die Pläne der Regierung wenig erfolgsversprechend aussehen lassen.

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