„Jeder Anständige sollte ein Messer in der Tasche haben dürfen“


Hubert Aiwanger, Landesvorsitzender der Freien Wähler und stellvertretender Ministerpräsident Bayerns (Archiv).Foto: Matthias Balk/dpa

Mehr Selbstschutz oder Selbstjustiz? Mit seinen Äußerungen um Selbstbewaffnung sorgt Hubert Aiwanger für Kritik.

DER TAGESSPIEGEL

Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat mit Äußerungen über das Tragen von Messern Irritationen ausgelöst – auch in der Koalition. Ministerkollegen von der CSU zeigten sich am Dienstag am Rande einer Kabinettssitzung irritiert. Direkte Kritik gab es in der Sitzung selber dem Vernehmen nach zwar nicht – wohl aber den Rat zu einer etwas vorsichtigeren Wortwahl.

„Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte, und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg“, hatte Aiwanger in einer Rede bei den Internationalen Jagd- und Schützentagen auf Schloss Grünau bei Neuburg an der Donau gesagt, wie aus einem Mitschnitt des „Bayerischen Rundfunks“ hervorgeht. Dafür war er von der Opposition heftig kritisiert worden.

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