Petition fordert Verbleib von Bischof Rentzing im Amt: „Er hat sich nichts zuschulden kommen lassen“


Nach dem angekündigten Rücktritt von Sachsens evangelischem Landesbischof Carsten Rentzing fordert eine Petition dessen Verbleib im Amt. Bis zum Mittwochmittag hatte das Dokument mehr als 250 Unterzeichner. Wer es verfasst hat, blieb zunächst unklar.

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Es sei eindeutig, dass sich Rentzing „aktuell nichts, das einen Rücktritt rechtfertigen würde, hat zuschulden kommen lassen“, hieß es in der am Mittwochmorgen veröffentlichten Online-Petition. Die Unterzeichner forderten die Leitung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens auf, „zum brüderlichen Gespräch mit ihrem Landesbischof zurückzukehren und alle öffentlichen Distanzierungen zu unterlassen“.

„Heftigen Anfeinungen und Angriffen ausgesetzt“

Die Urteile, die ein kleiner Teil der Landeskirche über Meinungen und Aktivitäten Rentzings fälle, „die teilweise 30 Jahre zurückliegen, weisen wir mit Nachdruck zurück“, schreiben der oder die Autoren weiter. Rentzing sei der „letzte verbliebene konservative Bischof in der Evangelischen Kirche in Deutschland“ und wäre „infolge seiner klaren und standhaften Haltung von seinem Amtsantritt an heftigen Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt“ gewesen, heißt es weiter.

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