Skurril: Gottesanbeterin ahmt Wespe nach


Raffinierte Täuschung: Auf den ersten Blick ähnelt dieses Insekt einer Schlupfwespe, in Wirklichkeit aber handelt es sich um eine Fangschrecke – eine Gottesanbeterin. © Gavin Svenson/ Cleveland Museum of Natural History

Täuschung statt Tarnung: Eine in Peru entdeckt Fangschreckenart nutzt eine ungewöhnliche Strategie gegen Fressfeinde. Denn statt sich zu tarnen, wie bei anderen Mantisarten üblich, ahmt sie eine orange-schwarze Schlupfwespe nach. Diese Gottesanbeterin ist damit der erste bekannte Fall einer Bateschen Mimikry bei den Fangschrecken – der Imitation eines wehrhaften Prädators samt seiner auffallenden Warntracht.

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Fangschrecken sind für ihre raffinierte Tarnung und Jagdstrategie bekannt: Getarnt als Blätter, Äste oder auch farbige Blüten lauern sie auf Beute und schnappen dann blitzschnell mit ihren klauenbewehrten Fangbeinen zu. Meist stehen Insekten und Spinnen auf dem Speiseplan der Fangschrecken, aber die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) fängt auch Frösche, Eidechsen, Fische und sogar Vögel. Fast immer verlassen sich die Lauerjäger dabei auf ihre gute Tarnung.

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