Schüler fordern Abschaffung von Religionsunterricht


Die Landesschülervertretung (LSV) in Rheinland-Pfalz fordert die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts. Staat und Kirche wollen daran festhalten.

Allgemeine Zeitung

Der Religionsunterricht in seiner bisherigen Form widerspreche der Trennung von Kirche und Staat, sagen Lucia Wagner und Lucas Fomsgaard vom Vorstand der Landesschülervertretung (LSV). Artikel 29 der Landesverfassung mit der Vorgabe einer Erziehung „zur Gottesfurcht“ sei kaum mit dem Ziel einer angstfreien Erziehung vereinbar.

Sie selbst sei zwar in der Kirche aktiv, empfinde die Pflicht zur Wahl zwischen evangelischem, katholischem und Ethikunterricht aber als diskriminierend, sagt Lucia Wagner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist total ätzend, dass man Religion nicht abwählen kann.“ Deswegen und aufgrund der Begrenzung der Stundentafel habe sie beim Wechsel in die 11. Klasse auf Biologie verzichten müssen, sagt die 17-Jährige.

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