EKD-Beauftragter: Kirchliche Tradition nicht antijüdisch


Der erste Antisemitismusbeauftragte der evangelischen Kirche, Christian Staffa, sieht für sein Amt eine spezielle Verantwortung für die Bekämpfung von Judenhass unter Christen.

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Zu Recht werde auf das Versagen der Kirchen bei dem Thema hingewiesen, sagte Staffa in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Statt Judenhass zu bekämpfen, hätten die Kirchen ihn „oft genug bis hin zum Mörderischen gestärkt“. Die kirchliche Tradition habe sich zu unrecht antijüdisch positioniert, sagte Staffa unter anderem mit dem Verweis auf den Juden Jesus Christus.

links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de

Nach biblisch theologischer Botschaft müssten alle Christen „Antisemitismusbeauftragte“ sein, sagte Staffa und ergänzte: „Denn Antisemitismus ist Unglaube“. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte Staffa am Freitag zum ersten Antisemitismusbeauftragten berufen.

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