„Manche Bäume können Stress sehr lange aushalten“


Der Wald leidet unter den Folgen des Klimawandels, zahlreiche Pflanzen sterben ab. Forscher haben jetzt eine Methode entwickelt, um Schäden an Bäumen früher zu erkennen – und so womöglich einzudämmen.

Sarah Maria Brech | WELT

Der Herbst ist die Zeit für Waldspaziergänge. Wer aber in diesem Jahr unterwegs ist, bekommt statt prachtvoller, bunter Natur vielerorts nur kahle Kronen, vertrocknete Nadelbäume und stapelweise gefällte Bäume zu sehen. Die Wälder haben die Dürre- und Hitzeperioden der Sommer 2018 und 2019 nur schlecht verkraftet. Trockenheit schwächt Bäume und schafft zudem günstige Bedingungen für Schädlinge wie Borkenkäfer, die vor allem die angeschlagenen Fichten in Massen befallen haben.

Das Schlimmste, so warnen Förster und Waldbesitzer, könnte den Wäldern aber noch bevorstehen. Wegen des Klimawandels werden Hitzephasen häufiger. Und bislang lassen sich nicht einmal die Folgeschäden der vergangenen beiden Jahre sicher einschätzen. Bäume sterben nämlich nicht innerhalb weniger Tage, sondern in einem langsamen Prozess – der oft erst erkannt wird, wenn es schon zu spät ist. Wissenschaftler der US-amerikanischen Universitäten Duke und Princeton haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, diesen Prozess früher vorherzusehen. Und so möglicherweise noch abzuwenden.

weiterlesen