Vatikan investierte Spenden offenbar in riskante Geschäfte – Ermittlungen aufgenommen


In der Vatikan-Affäre um ein verlustreiches Immobiliengeschäft in London sind angebliche neue Einzelheiten veröffentlicht worden. Demnach wird gegen Kirchenmitarbeiter wegen Veruntreuung, Betrugs, Amtsmissbrauchs und Geldwäsche ermittelt.

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Das italienische Magazin „L’Espresso“ zitiert aus Unterlagen der vatikanischen Staatsanwaltschaft. Die angelegten Gelder stammen demnach aus nicht im offiziellen Haushalt aufgeführten Sondermitteln von 650 Millionen Euro.

Dieser Finanztopf des vatikanischen Staatssekretariats enthält laut dem Bericht hauptsächlich Spenden von katholischen Gläubigen für karitative Zwecke und die Unterstützung der römischen Kurie.

In der an diesem Sonntag erscheinenden Ausgabe des „Espresso“ zitiert der Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi auch den übergangsweise amtierenden Antikorruptionsbeauftragten und Buchprüfer des Vatikan, Alessandro Cassinis, der den Verdacht schwerwiegender missbräuchlicher Mittelverwendung, Korruption und Vorteilsgewährung angezeigt habe.

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