Iran führt die Briten an der Nase herum


Ein iranischer Supertanker hat eine umstrittene Erdölladung in Syrien gelöscht. Dabei hatte Teheran versprochen, dies nicht zu tun.

Inga Rogg | Neue Zürcher Zeitung

Entgegen seiner Zusage hat Iran das Erdöl eines Tankers, der von Gibraltar beschlagnahmt worden war, nach Syrien geliefert. Dies geht aus der Analyse von Satellitenaufnahmen der «Adrian Darya 1» hervor, die südwestlich der syrischen Küstenstadt Banias ankert.

Satellitenaufnahmen der «Adrian Darya 1» mit einem unidentifizierten Tanker bei Banias in Syrien (6. Oktober). (Bild: Maxar Technologies / Handout via Reuters)

Die Behörden von Gibraltar hatten den Supertanker, der damals noch «Grace 1» hiess, Anfang Juli unter dem Verdacht beschlagnahmt, das Öl sei für Syrien bestimmt. Die EU hat gegen das Regime in Damaskus ein Ölembargo verhängt. Teheran bestritt den Vorwurf und brachte kurz darauf in der Strasse von Hormuz die unter britischer Flagge fahrende «Stena Impero» auf. Gegen den Widerstand der Amerikaner gaben die Briten die «Adrian Darya 1» Mitte August wieder frei, nachdem Teheran zugesichert hatte, das Öl nicht nach Syrien zu liefern.

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