Rassismus ist die Grundlage der türkischen Identität


Ali Ertan Toprak widerspricht dem Gastkommentar von Cigdem Toprak „Es gibt keinen Rassismus gegen Kurden“. Der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde in Deutschland schreibt von ethnischen Säuberungen und dem Versuch, seinem Volk die Identität zu stehlen.

Ali Ertan Toprak | WELT

„Es gibt keinen Rassismus gegen Kurden“, schrieb die Autorin Cigdem Toprak vor wenigen Tagen an dieser Stelle. Diese Aussage ist nichts anderes als das Whitewashing einer rassistischen, türkischen Gründungsideologie, die bis heute Staatsideologie ist und zugleich die innere Legitimation des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges durch Erdogan darstellt.

Die seit Jahrzehnten betriebene rassistische Hetze gegen Kurden, beginnend mit der Leugnung einer kurdischen Existenz überhaupt, ist der Kitt einer künstlich konstruierten, nationaltürkischen Identität. Atatürks Kemalisten erfanden sie zu Beginn der Republik, um einen Nationalstaat zu schaffen. Erdogan hat Atatürks türkischen Nationalismus mit den Ideen eines radikalen Islam gepaart.

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