Sprache der Neuen Rechten: Kuck mal, wer da spricht!


Was hilft gegen Provokationsspiele und Sprechverbote? Enno Stahl untersucht in seinem Buch die Rhetorik der Rechten.

Hendrikje Schauer | DER TAGESSPIEGEL

Wie kommt es eigentlich, dass die Reaktionen auf kalkulierte Provokationen der Neurechten so oft schiefliegen? Wieso lassen sich diejenigen, die der Rechten etwas entgegenhalten wollen, so oft unfreiwillig in deren rhetorisches Spiel hineinziehen? Und wie kann man diesem Strudel entkommen?

Diese Fragen hat Heinrich Detering jüngst in „Was heißt hier ‚wir‘“, einem Essay für Reclams Universal-Bibliothek, aufgeworfen: Mit ruhigem Blick auf Stil, Rhetorik und Kontexte analysiert er ausgewählte Texte der parlamentarischen Rechten.

Wollen wir wirklich die Reden von Gauland, Höcke oder Kalbitz wie Literatur behandeln? Deterings Essay führt vor, wozu das philologische Werkzeug taugt. Wenn der Zweifel an die Stelle der Gesinnung tritt, dann lassen sich antidemokratische Positionen nüchtern nachweisen, nicht bloß unterstellen.

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