Wie Erdogan den Islam für seine Kriegspropaganda missbraucht


Gott mit uns? Wenn der Allmächtige zum Oberbefehlshaber kämpfender Truppen ernannt wird, löst das in Deutschland eher ungute Gefühle aus. In der Türkei zeigen viele da kaum Berührungsängste.

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Wenn türkische Soldaten gegen den Feind ziehen, wie derzeit in Nordsyrien, lassen staatlich verordnete Siegesgebete in den Moscheen nicht lange auf sich warten. Auch in der vergangenen Woche seien die Menschen wieder in die 90.000 Gotteshäuser des Landes geströmt, um Gottes Segen für die Truppen im Kampf gegen die „Terroristen“ der kurdischen YPG-Miliz zu erbitten, verkündete die Religionsbehörde Diyanet auf ihrer Internetseite.

Ihr Präsident Ali Erbas lobte in seiner Freitagspredigt die „enorme Kraft“ der Türkei. „Diese Kraft ist unser unerschütterlicher Glaube an Allah, unsere aufrichtige Hingabe an den Islam, unsere Liebe zu unserer Heimat, Flagge und Unabhängigkeit.“ Den Eltern eines gefallenen „Märtyrers“ schenkte Erbas einen Koran und eine türkische Fahne.

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