Amerikas Ursünde


Ohne die Sklaven wären die USA nicht so groß und mächtig, wie sie heute sind – sagen Aktivisten und fordern eine Entschädigung für das Leid.

Marina Kormbaki | Frankfurter Rundschau

Vor 400 Jahren kamen die ersten Sklaven aus Afrika in die USA. Jetzt entbrennt in Amerika eine Debatte darüber, ob und wie es seine historische Schuld wiedergutmachen soll. Sollen die USA schwarze Mitbürger für die Versklavung ihrer Vorfahren entschädigen?

Montgomery, Alabama: Skulpturen am Eingang zur einer Gedenkstätte, die an die rassistische US-Politik erinnert.© afp

Wo sich der Mississippi durch die sattgrünen Zuckerrohrfelder von Louisiana schlängelt, führt eine Straße an dessen Ufer zurück in die frühen Tage Amerikas. Entlang der River Road laden pastellfarbene Herrenhäuser einstiger Plantagenbesitzer zur Besichtigung ein. Kellner in historischen Kostümen servieren den Ausflüglern Mint Julep auf die Veranda. Einen Cocktail aus Bourbon, Minze, Eis und Nostalgie.

Ein Haus fällt aus der Reihe. Die Einfahrt in die Whitney Plantage führt in eine düstere Version amerikanischer Geschichte. „Wir wüssten nicht, dass all diese Menschen als Sklaven hier geschuftet haben, wären ihre Namen nicht auf Inventurlisten vermerkt worden“, sagt Ashley Rogers. Sie steht vor einer Mauer mit 305 eingravierten Namen.

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