Brand im Gewerkschaftshaus Odessa 2014: Kommt jetzt die Wahrheit ans Licht?


Das ukrainische Ermittlungsbüro hat den ehemaligen ukrainischen Parlamentssprecher Andrej Parubi als Zeugen geladen. Für Regierungskritiker ist Parubi der Drahtzieher des Brandes. Ermittelt wird auch gegen Ex-Präsident Poroschenko und dessen Gefolgsleute

Ulrich Heyden | TELEPOLIS

Maidankommandant Andrej Parubi im Januar 2014. Bild: Sasha Maksymenko/CC BY-2.0

Andrej Parubi, bis zum 29. August 2019 Parlamentspräsident der Ukraine und im Winter 2013/14 Kommandant des Maidan, wird als Zeuge in einem Strafverfahren zur Aufklärung des Brandangriffes auf des Gewerkschaftshaus und andere Gewaltakte am 2. Mai in Odessa aussagen müssen (Die Tragödie von Odessa). Das erklärte der Direktor des ukrainischen Staatlichen Aufklärungsbüros (GBR) Roman Truba.

Andrej Parubi, ist alles andere als erfreut über das von Andrej Portnow, einem Rechtsanwalt aus dem Lager des früheren Präsidenten Viktor Janukowitsch, initiierte Strafverfahren zu den „Massenunruhen am 2. Mai 2014“ in Odessa.

Am 23. September 2019 postete Parubi, der im Mai 2014 Leiter des ukrainischen Sicherheitsrates war, auf Facebook: „Das Staatliche Büro für Aufklärung hat gegen mich ein Strafverfahren eröffnet. Es geht um den Schutz von Odessa im Frühling 2014. Das Staatliche Büro für Aufklärung nennt das in seinem Brief allerdings ‚Massenunruhen‘.“

„Bildung von bewaffneten Gruppen auf dem Territorium der Stadt Odessa“

Parubi empört sich über eine Formulierung in einem Brief des GBR. Dort stand geschrieben: „Es ist eine Tatsache, dass Parubi A. W. gesellschaftliche bewaffnete Gruppen gebildet und koordiniert hat, mit dem Ziel der Durchführung von Massenunruhen am 2. Mai 2014 auf dem Territorium der Stadt Odessa.“

In seinem Post auf Facebook rechtfertigt sich der ehemalige Leiter des ukrainischen Sicherheitsrates. Es sei ihm darum gegangen, die Ukraine vor dem „russischen Frühling“ im Süden der Ukraine „zu schützen“. Er erklärt: „Und so werde ich weiter handeln. Das wissen meine Freunde und Mitkämpfer. Und dass sollen die Feinde der Ukraine nie vergessen.“

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