Tiefseebergbau bedroht „dunkle“ Arten


Verborgene Lebenswelt: Der Tiefseebergbau könnte mehr ökologischen Schaden anrichten als bisher angenommen. Denn Forscher haben allein im künftigen Manganknollen-Abbaugebiet Deutschlands mehr als 40 Schlangenstern-Arten entdeckt – ein Großteil davon war zuvor völlig unbekannt. Ihr Fund legt nahe, dass am Meeresgrund der Tiefsee unzählige noch unbekannte Spezies leben – und dass diese „dunkle“ Artenvielfalt durch einen Abbau akut gefährdet wäre.

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Dies ist nur einer der am Tiefseegrund entdeckten Schlangensterne – ein Großteil von ihnen ist der Wissenschaft noch völlig unbekannt. © Senckenberg Gesellschaft

Die Tiefsee ist erst in Teilen erkundet, doch ihre reichen Erzvorkommen wecken schon jetzt Begehrlichkeiten. Deshalb wurden am Grund des zentralen Pazifiks bereits Explorationslizenzen für einen künftigen Tiefseebergbau vergeben, darunter auch an Deutschland. In dieser „Clarion Clipperton Zone“ untersuchen Forscher seither mögliche Abbaustrategien, aber auch die ökologischen Folgen solcher Eingriffe in die Tiefsee-Ökologie – und diese wären ersten Ergebnissen zufolge langanhaltend und gravierend.

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