Wirtschaftshistoriker: „Der Vatikan wird von Finanz-Zwergen gemanagt“


Vatikan-Vertreter relativieren Finanzprobleme des Vatikans, nennen aber keine Zahlen – Kardinal Maradiaga behauptet, dass die Berichte ein Angriff auf das Pontifikat von Papst Franziskus seien

kath.net

Die finanzielle Lage des Heiligen Stuhls wie auch des Vatikanstaates gleiche der „in jeder Familie oder in vielen Staaten“. So relativierte Bischof Galantino, der Chef der vatikanischen Güterverwaltung, in der Zeitung „La Repubblica“ (Dienstag) Berichte über einen drohenden Finanzkollaps im Vatikan. Derzeit unterziehe der Vatikan seine Bilanzen einer Ausgabenprüfung, wobei der Bischof jedoch keine Zahlen nannte. Anders als Staaten habe der Vatikan weder Steuereinnahmen noch ein öffentliches Defizit. Seine Einnahmen stammten alle aus Spenden von Gläubigen, Zuwendungen von Diözesen, Anlagerenditen in mehreren Ländern, Eintrittsgeldern der Vatikanischen Museen und Mieteinnahmen.

Laut dem Chef der vatikanischen Güterverwaltung besitzt dieselbe 2.400 Wohnungen, hauptsächlich in Rom und Castel Gandolfo, außerdem 600 Geschäfte und Büros. Aus jenen, die als Dienstwohnungen oder Kurien-Büros dienen, erziele man wenig oder keine Mieteinnahmen. So seien rund 60 Prozent der Wohnungen an Vatikanangestellte zu einem reduzierten Mietzins vermietet. Wenn große Unternehmen „diese Art Sozialwohnungen“ anbieten, spreche man von „verdienstvollem Umgang mit Angestellten“. „Wenn der Vatikan solches tut, heißt es, wir seien inkompetent“, so Galantino.

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