Debatte: Können Bäume das Klima retten?


In der Kritik: Eine Studie zum Potenzial von Aufforstungen gegen den Klimawandel löst derzeit heftige Diskussionen aus. In der Untersuchung hatten Forscher erklärt, mit neu gepflanzten Bäumen könne ein erheblicher Anteil der menschengemachten CO2-Emissionen gespeichert werden. Andere Wissenschaftler halten die Ergebnisse jedoch für deutlich übertrieben. Sie werfen ihren Kollegen undifferenzierte Berechnungen und unrealistische Annahmen vor.

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Anfang Juli sorgte eine Studie von Züricher Forschern für Schlagzeilen: Das Team um Jean-Francois Bastin von der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) hatte ausgerechnet, dass weltweit 900 Millionen Hektar Landfläche zu neuen Wäldern aufgeforstet werden könnten – ohne dass Äcker oder Siedlungen weichen müssten. Auf diese Weise könnten zusätzliche 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in der Vegetation gespeichert werden. Dies entspräche einem erheblichen Anteil des vom Menschen seit der industriellen Revolution ausgestoßenen CO2.

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